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Drei von vier sagen AMS-Kurse führen "fast nie" zu Job
Ein wichtiges Sprungbrett für den Arbeitsmarkt oder sinnloses Zeittotschlagen mit Beschönigungs-Charakter? Über die AMS-Kurse für Arbeitslose haben die Österreicher eine klare Meinung: Laut Umfrage des Humaninstituts glauben 72 Prozent der Bevölkerung, dass die Schulungen den Betroffenen keine Jobs bringen.
Heiteres Beruferaten, Yoga, trommeln, ein bisschen spazieren gehen - die abenteuerlichsten Dinge werden von Kursteilnehmern über die AMS-Schulungen berichtet, und die Meldungen haben oft eines gemeinsam: Die Zeit wurde erfolgreich totgeschlagen, gelernt fürs Arbeitsleben hat man aber kaum etwas. Das ist offensichtlich auch die Meinung der meisten Österreicher.
"Beschönigung der Realität"
Geht es nach einer Umfrage des Klagenfurter Humaninstituts, legt die Bevölkerung keinen besonders großen Wert auf die Jobtrainings für Arbeitslose. 53 Prozent sehen darin sogar nur eine Aktion "zur Beruhigung und Beschönigung der Realität", weitere 31 Prozent glauben an ein "Propagandamittel der Arbeitsmarktbehörden". Und können die Kurse zu Jobs führen? Die Antworten der 850 Befragten: "Fast nie" (72 Prozent) und "selten" (20 Prozent), nur zwei Prozent sind von den Maßnahmen begeistert.
Der tägliche Kampf um einen Job - den Österreichern ist er nicht fremd. 96 Prozent der Befragten wissen, dass Arbeitslosigkeit eine "massive Herabminderung des Selbstwertgefühls ist".